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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Didaktik der Geographie – Frau Prof. Dr. Gabriele Schrüfer

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Projektevaluation

Auswertung der quantitativen Befragung zum Projekt „BNE-Schulentwicklung in Oberfranken“ (03.2023 bis 07.2025)

Evaluierung 2025 • Autorinnen: Dr. Kati Barthmann & Sara OgrissekEinklappen

1. Einordnung des Evaluationsvorhabens
Die quantitative Auswertung des Projekts „BNE-Schulentwicklung in Oberfranken“ verfolgt das Ziel, empirisch zu überprüfen, inwiefern Schulen durch das Projekt darin unterstützt wurden, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Sinne des Whole School Approach (WSA) langfristig und strukturell in ihrer Schulentwicklung zu verankern. Im Zentrum stehen dabei nicht punktuelle Maßnahmen, sondern die systematische Weiterentwicklung von Unterricht, der Schulkultur, von Organisationsstrukturen, der Partizipation aller Akteurinnen und Akteure der Schule und auch die Öffnung von Schule nach außen. Diese Aspekte sind im Sinne des WSA natürlich vernetzt zu denken. Die Ergebnisse der Evaluation dienen als empirische Grundlage für schulische Entscheidungs- und Weiterentwicklungsprozesse und ermöglichen zugleich eine realistische Einordnung des Entwicklungsstands der beteiligten Schulen.

2. Gegenstand, Zielsetzung und Design der quantitativen Studie
Gegenstand der quantitativen Studie ist die Einschätzung des Projekts durch Lehrkräfte der BNE-Steuerungsgruppen sowie durch Mitglieder der Schulleitungen der sieben beteiligten Schulen. Insgesamt nahmen 58 Personen an der standardisierten Online-Befragung teil. Ziel der Studie war es, Wahrnehmungen zu Projektformaten, zum Schulentwicklungsprozess, zu Wirkungen des Projekts auf die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht, zu persönlichen Professionalisierungsprozessen sowie zu strukturellen Rahmenbedingungen zu erfassen. In der Befragung wurde überwiegend mit geschlossenen Antwortformaten (Likert-Skalen) gearbeitet. Sie bilden zentrale Handlungsfelder des WSA systematisch ab.

3. Zentrale Ergebnisse

I. Einschätzungen zu den Projektveranstaltungen
Die Auswertung der Veranstaltungsformate zeigt eine insgesamt sehr positive Bewertung. Eine deutliche Mehrheit der Befragten berichtet von einem substanziellen Wissenserwerb, sowohl zum Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung als auch hinsichtlich des Whole School Approach: Rund 88 % der Teilnehmenden geben an, ihr Wissen über BNE vertieft oder eher vertieft zu haben; über 80 % berichten Vergleichbares für den WSA.   

Neben der Wissensdimension zeigen die Daten auch eine hohe Wirksamkeit im Hinblick auf schulische Entwicklungsimpulse. Etwa drei Viertel der Befragten entwickelten im Rahmen der Veranstaltungen konkrete Ideen für die eigene Schule. Veränderungen im Schulentwicklungsprozess wurden von über 80 % wahrgenommen, knapp 78 % geben an, diese Veränderungen auch aktiv mitgestaltet zu haben. Der schulübergreifende Austausch wurde von einer Mehrheit als inspirierend erlebt, wenngleich ein signifikanter Teil der Befragten angibt, diesen Austausch nicht oder nur eingeschränkt genutzt zu haben.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Projektveranstaltungen nicht nur informationsvermittelnd wirkten, sondern als zentrale Lern- und Entwicklungsräume für eine BNE-orientierte Schulentwicklung fungierten.

II. Schulentwicklungsprozess und externe Begleitung
Die externe Begleitung des Schulentwicklungsprozesses wurde von den Befragten überwiegend als motivierend, impulsgebend und professionell wahrgenommen. Besonders deutlich wird dies in der klaren Ablehnung (81%) der Aussage, externe Begleitung sei nicht notwendig gewesen.     

Eine Mehrheit der Befragten bestätigt zudem, dass das Projekt für sie die Legitimation darstellte, BNE-Schulentwicklung an der eigenen Schule zu initiieren und zu etablieren. Auch die Befähigung der BNE-Steuerungsgruppen, über das Projektende hinaus Schulentwicklungsprozesse im Sinne des WSA zu gestalten, wurde von einem großen Teil der Teilnehmenden als zentrales Anliegen des Projekts wahrgenommen.

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass die externe Begleitung eine zentrale Rolle für das Anstoßen, die Strukturierung und Stabilisierung des komplexen Schulentwicklungsprozesses spielte.

III. Wahrgenommene Wirkungen im WSA
Die Einschätzungen der befragten Lehrkräfte zur Weiterentwicklung ihrer Schulen in den Handlungsfeldern des Whole School Approach zeichnen insgesamt ein differenziertes Bild, das deutliche Unterschiede zwischen strategisch strukturellen und eher operativen, unterrichts- und alltagsnahen Bereichen erkennen lässt.    

In strategisch strukturellen Handlungsfeldern des WSA wird von einer Mehrheit der Befragten eine Weiterentwicklung wahrgenommen. Dies gilt insbesondere für den Bereich Visionen, in dem knapp 78% der Teilnehmenden angeben, dass sich ihre Schule seit Projektbeginn zumindest „ein wenig“ oder „gut“ weiterentwickelt habe. Auch im Bereich Führungskultur wird von einem relevanten Anteil der Befragten eine Weiterentwicklung wahrgenommen, wobei hier zugleich ein vergleichsweise hoher Anteil an Enthaltungen darauf hinweist, dass Veränderungen in diesem Feld nicht von allen Befragten gleichermaßen beobachtet oder beurteilt werden können. Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass insbesondere auf der strategischen Ebene von Schulentwicklung erste Orientierungen, Zielsetzungen und strukturelle Rahmungen angebahnt wurden.     

Demgegenüber werden in operativen Handlungsfeldern des schulischen Alltags überwiegend geringere Entwicklungsfortschritte berichtet. In Bereichen wie nachhaltiger Betrieb, kooperative Lernprozesse, Freiräume, Inklusion oder Feedbackkultur geben große Teile der Befragten an, dass sich diese Felder entweder nicht oder nur in geringem Maße weiterentwickelt haben; jeweils nur ein kleiner zweistelliger Prozentanteil der Lehrkräfte berichtet hier von einer guten Weiterentwicklung.

Diese Befunde verweisen darauf, dass tiefgreifende Veränderungen in den alltäglichen Praktiken von Unterricht und Schulleben bislang eingeschränkt umgesetzt wurden. Für den Bereich Schule als Lern und Lebensraum (u. a. Lernortgestaltung, nachhaltige Verpflegung) zeigen die Daten ein leicht abweichendes Muster. Hier berichten vergleichsweise viele Befragte zumindest von einer geringfügigen Weiterentwicklung. Insbesondere bei der Lernortgestaltung wird von rund drei Viertel der Befragten angegeben, dass sich dieser Bereich seit Projektbeginn „ein wenig“ oder „gut“ weiterentwickelt habe. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass in einzelnen Schulen sichtbare, punktuelle Maßnahmen umgesetzt wurden, ohne dass daraus bereits umfassende strukturelle Veränderungen abgeleitet werden können. Die unter-richtsbezogenen Resultate der Befragung, die unter Punkt VI. zusammenfassend dargestellt werden, ergänzen dieses Bild.    

In der Zusammenschau der Ergebnisse in diesem Abschnitt lässt sich festhalten, dass im Projektzeitraum vor allem auf der Ebene von Orientierung, Reflexion und strategischer Rahmung erste Entwicklungsimpulse wirksam wurden. Dieser Befund ist nicht als Defizit zu interpretieren, sondern als realistischer Zwischenstand eines langfristig angelegten Schulentwicklungsprozesses im Sinne des Whole School Approach.

IV. BNE-Steuerungsgruppen
Die BNE-Steuerungsgruppen konnten sich an den beteiligten Schulen als zentrale Steuerungsinstrumente etablieren. Über 85 % der Befragten bestätigen eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen. Auch die Arbeitsteilung und Abstimmungsprozesse werden mehrheitlich positiv bewertet, was auf beginnende funktionsfähige Arbeitsstrukturen innerhalb der Gruppen für tragfähige Transformationsprozesse hinweist. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse einen zentralen Entwicklungsbedarf auf: Nur etwa die Hälfte der Befragten bestätigt, dass alle relevanten Akteurinnen- und Akteursgruppen der Schulgemeinschaft angemessen vertreten waren. Insbesondere Schülerinnen und Schüler, Eltern und nichtpädagogisches Personal sind bislang nur eingeschränkt oder gar nicht eingebunden. Auch dieses Spannungsfeld gehört zu einem Schulentwicklungsprozess: Während arbeitsfähige Kerngruppen entstehen und ins Handeln kommen, bleibt die systematische Beteiligung der gesamten Schulgemeinschaft eine zentrale Herausforderung. 

V. Persönliche Professionalisierung der Beteiligten
Die Ergebnisse zur persönlichen Weiterentwicklung der Beteiligten weisen auf deutliche Professionalisierungs-effekte hin. Rund 80 % der Befragten geben an, dass sich ihr Verständnis von BNE im Projektverlauf verändert oder eher verändert hat. Gleichzeitig berichten etwa 12 % von keiner Veränderung, weitere 9 % können ihre Entwicklung zum Befragungszeitpunkt noch nicht einschätzen. Viele Lehrkräfte geben außerdem an, sich vertiefter als bisher mit Fragen einer veränderten Schul- und Lernkultur sowie mit dem Konzept des WSA auseinandergesetzt zu haben. Als besonders positiv und fruchtbar wird hierbei der kollegiale Austausch zur Schulentwicklung zwischen den teilnehmenden Schulen bewertet.    

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass das Projekt der Weiterentwicklung der eigenen professionellen Handlungskompetenz zuträglich ist und dass die durch das Projekt entstandenen Reflexions- und Kommunikationsräume als inspirierend wahrgenommen wurden.     

Zudem wird deutlich, dass die Lehrkräfte trotz ihrer hohen grundständigen Arbeitsbelastung bereit sind, Zeit in die verschiedenen Bereiche der Schulentwicklung zu investieren. 31 % der Befragten haben bis zu vier Stunden im Monat zusätzlich aufgewendet, 24% sogar deutlich mehr. Festzuhalten ist, dass insbesondere die Mitglieder der Steuerungsgruppen sowie interessierte Lehrkräfte mehr als acht Stunden pro Monat in ihre Projektbeteiligung investiert haben. 20% der Befragten geben an, nicht einschätzen zu können, wie viel Zeit sie für das Projekt im Monat aufgewendet haben.

VI. Weiterentwicklung des individuellen Unterrichts
Während in den Items zur persönlichen Professionalisierung deutliche Effekte auf der Ebene von Reflexion und Haltung sichtbar werden, berichten die Lehrkräfte in Bezug auf eine BNE orientierte Unterrichtsgestaltung überwiegend von keiner oder nur von einer geringen Veränderung gegenüber der Zeit vor Projektbeginn. Die Berücksichtigung von Merkmalen wie beispielsweise kritisch-reflektiertes Denken, Mehrperspektivität, norm- und wertbewusste Reflexion in partizipativen, auf Handlungskompetenz ausgerichtete Lernsettings wird mehrheitlich als unverändert eingeschätzt.     

Eine substanzielle Veränderung von Unterricht im Sinne einer BNE ist bislang erst in Ansätzen erkennbar (Umgang mit Komplexität, Kompetenzorientierung, Lebensweltbezug). Damit Lehrkräfte ihre ersten Ansätze BNE-orientierten Unterrichts weiterentwickeln können, sind Überlegungen zu Veränderungen der schulischen Rahmenbedingungen, etwa zur Unterrichtsorganisation (z.B. das Aufgeben der 45 Minuten-Stunden und des traditionellen Fächerkanons) oder auch zur Absicherung der curricularen Anschlussfähigkeit hilfreich. Für die Weiterentwicklung von Unterricht sind Formate wie die kollegiale Unterrichtsentwicklung innerhalb der Fachschaften und auch eine regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen in thematisch geeigneten Fortbildungsformaten förderlich.

VII. Veränderungen und Rahmenbedingungen
Die Ergebnisse zeigen deutliche Fortschritte bei Visionen, Strukturen, Methodenkenntnissen und der Unterstützung durch Schulleitungen. Gleichzeitig wird ein zentraler Engpass sichtbar: Rund 70 % der Befragten empfinden ihre zeitlichen Ressourcen als unzureichend.     

Zeit erweist sich damit als entscheidender Gelingensfaktor für nachhaltige BNE-Schulentwicklung.

4. Schlussfolgerungen und handlungsleitende Empfehlungen
Die Ergebnisse der quantitativen Evaluation zeigen, dass das Projekt „BNE-Schulentwicklung in Oberfranken“ wirksame Impulse für eine ganzheitliche Schulentwicklung im Sinne des Whole School Approach gesetzt hat. Insbesondere auf der Ebene von Reflexion, Motivation, Haltung und gemeinsamen Visionen konnten belastbare Grundlagen geschaffen werden, in allen anderen Bereichen wurde Handlungsbedarf erkannt und kommuniziert.    

Die Daten verdeutlichen, dass schulische Entwicklungsprozesse dieser Art als langfristig angelegte Vorhaben zu verstehen sind. Veränderungen im Unterricht und im Schulleben sind in diesen zwei Jahren definitiv sichtbar geworden, vor allem aber strategische und strukturelle Veränderungen müssen erst noch in Gang gesetzt werden. Diese Erkenntnis ist nicht als Defizit, sondern als realistischer Entwicklungsstand zu interpretieren.     

Als zentrale Gelingensbedingungen lassen sich aus der Evaluation der quantitativen Befragung insbesondere die professionelle externe Begleitung, funktionale Steuerungsstrukturen, eine unterstützende Schulleitung sowie ausreichende zeitliche Ressourcen identifizieren. Der deutlich artikulierte Zeitmangel stellt dabei eine wesentliche Herausforderung für die nachhaltige Weiterführung der angestoßenen Schulentwicklungsprozesse dar.     

Insgesamt belegt die Auswertung der quantitativen Daten, dass das Projekt ein tragfähiges und übertragbares Modell für eine BNE-orientierte Schulentwicklung bereitstellt. Es bietet Schulen eine belastbare Orientierung für die strategische Verankerung von BNE als langfristige Schulentwicklungsaufgabe. Sie liefert zugleich empirische Anhaltspunkte für eine gezielte Weiterentwicklung der angestoßenen Prozesse.

Das Projekt wurde und wird seit dessen Start mit zwei Masterarbeiten wissenschaftlich begleitet und evaluiert:

Masterarbeit • ​Konstantin Götz (2023)Einklappen

Titel: „Bildung für nachhaltige Entwicklung als ‚Whole School Approach‘ - Eine qualitative Studie aus Perspektive der Geographiedidaktik“

Zusammenfassung
[...] Die vorliegende Untersuchung hat als Ziel, den bisherigen Prozess seit dem Start in das Projekt an den einzelnen Schulen mit Hilfe von Experteninterviews mit Lehrkräften, die Teil der Steuergruppe [BNE-Teams] des Entwicklungsprozesses sind, zu analysieren. Dabei sollen Vorgehensweisen in der Zusammensetzung der Steuergruppen [BNE-Teams], Ziele des Prozesses an den Schulen, bisherige Aktivitäten bezüglich BNE, Planungen, Hürden und Möglichkeiten offengelegt werden, um festzustellen, welche Parameter für den Start eines BNE-Schulentwicklungsprozesses notwendig und welche Hindernisse zu überwinden sind. [...] Aus der Analyse der Interviews ergibt sich, dass in jedem Fall ein Anstoß von außerhalb notwendig ist, um den Prozess zu starten. Dieser sollte am besten in Verbindung mit Fortbildungen stehen, die dem Kollegium das Konzept näherbringen, da dieses häufig noch unbekannt zu sein scheint. [...] Ebenfalls wurde festgestellt, dass die Motivation, Veränderungen durchzuführen, gegeben sein und BNE durchgehend als für die Schulentwicklung relevant erachtet werden muss. [...] Die größte Hürde ist die Zeit, die für den Prozess notwendig ist, um sinnvoll umgesetzt zu werden, da Schulen viele Aufgaben, aber zu geringe Zeitressourcen haben. Summierend kann das als ein wesentlicher Grund gesehen werden, warum auch im Jahr 2023 das Konzept BNE noch kaum ein Thema an Schulen ist und weshalb die Arbeit zur Etablierung von BNE eine noch höhere Relevanz erhalten muss.

Die vollständige Masterarbeit finden Sie hier.

Masterarbeit • ​Laura Hofmann (2024)Einklappen

Titel: „Evaluation der Implementierung des Whole School Approachs an sieben weiterführenden Schulen in Oberfranken”

Zusammenfassung
[...] Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde [...] der Projektfortschritt analysiert und ausgewertet. Hierfür wurden acht explorative Interviews mit Lehrkräften von sechs der teilnehmenden Projektschulen zu den Bereichen Projektorganisation, Verständnis und Bedeutung von BNE, den Unterstützungsangeboten der Projektleitung sowie den individuell erlebten Gelingensfaktoren und Hindernissen geführt. Aus der Analyse ergibt sich, dass die Schulentwicklungsprozesse zwar sehr individuell verlaufen, alle Projektschulen jedoch größtenteils mit denselben Hindernissen bei der Umsetzung zu kämpfen haben. Allerdings wurden auch viele gemeinsame Gelingensfaktoren identifiziert. Diese Informationen sind wichtig, um künftig Schulentwicklungsprozesse noch effizienter begleiten zu können. Ziel ist es, die Erfahrungswerte der Implementation von BNE im Sinne des Whole School Approach möglichst vielen Schulen zur Verfügung zu stellen, damit gemeinsam miteinander und voneinander für die Entwicklung einer nachhaltigen Schulentwicklung profitiert werden kann. 

Die vollständige Masterarbeit finden Sie hier.


Verantwortlich für die Redaktion: Prof. Dr. Gabriele Schrüfer

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